Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Der diagnostische Ultraschall dient zur genauen Darstellung von Sehnen, Muskeln und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Diese Untersuchung kann im Gegensatz zum Röntgenbild, das in erster Linie den Knochen darstellt, auch Erkrankungen der Weichteile erkennen. Die Sonografie wird oft als Erstuntersuchung eingesetzt, ist als relativ kostengünstige Methode breit verfügbar und ergänzt ideal die Röntgenaufnahme.

Wie funktioniert die Ultraschalluntersuchung?

Physikalisch gesehen bezeichnet Ultraschall Schallwellen oberhalb des menschlichen Hörbereiches. Der Arzt benötigt für die Sonografie einen Schallkopf. Dabei handelt es sich um einen piezo-elektrischen Kristall. "Piezo-elektrisch" bedeutet elektrisch durch Druck. Dieser Kristall wird durch bestimmte Hochfrequenzen zur Aussendung von Ultraschallwellen angeregt. In der Ultraschalluntersuchung sendet der Ultraschallkopf, der zeitgleich Sender und Empfänger ist, einen Ultraschallimpuls ins Gewebe. Wird dieser im Gewebe reflektiert, kommt der Impuls zurück und wird vom Empfänger registriert. Dieser reflektierte Ultraschallimpuls wird innerhalb des Ultraschallgerätes verstärkt und so für den untersuchenden Arzt auf dem Bildschirm sichtbar gemacht. Der Arzt erhält ein zwei- oder auch mehrdimensionales Bild, das ihm eine räumliche Vorstellung von Lage, Größe, Form und Struktur des untersuchten Organs oder Gelenkes vermittelt.

Ultraschall in der Orthopädie

In der Orthopädie können insbesondere Gelenke per Sonografie untersucht werden. Aber auch zur weiteren Abklärung von Weichteilschwellungen und Hämatomen, Schleimbeutelentzündungen, Zysten und Ganglien, Beschwerden im Bereich der Achillessehne kommt die Ultraschalluntersuchung zum Einsatz.

Der große Vorteil dieser Untersuchungsmethode ist die Möglichkeit der dynamischen Untersuchung. Im Gegensatz zu allen anderen bildgebenden Verfahren (Röntgen, MRT, CT) kann unter Bewegung untersucht werden und Erkrankungen, die nur bewegt auftreten, sichtbar gemacht werden.Da keine gefährlichen Strahlen ausgesendet werden, ist diese Untersuchungsmethode nach heutigem Kenntnisstand ohne Risiko und damit nebenwirkungsfrei.

Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte

Hüftdysplasie bei Säuglingen

Eine besonders gute Möglichkeit der Früherkennung von Hüftgelenksfehlstellungen bietet die Ultraschalluntersuchung bei Neugeborenen. Diese Sonografie der Hüfte wird im Rahmen der U3 bei Säuglingen zwischen der 6. und 8. Lebenswoche routinemäßig durchgeführt und ist die Standardmethode zur Früherkennung von Hüftreifungsstörungen. Als Hüftreifungsstörungen werden unterschiedlich stark ausgeprägte Mangelentwicklungen des Hüftgelenkes zusammengefasst, die unbehandelt zu einem frühen Verschleiß des Hüftgelenkes (Hüftgelenksarthrose) führen können.

Da die klinische und sonografische Untersuchung der Hüften im Rahmen der U3 im Früherkennungsprogramm für Kinder vorgesehen ist, haben wir heute die Möglichkeit, diese Hüftreifestörungen sehr früh zu behandeln. Der frühe Behandlungsbeginn macht eine Heilung sehr viel schneller möglich, da die Hüften von Neugeborenen eine enorme Nachreifungstendenz aufweisen.

Ablauf dieser Untersuchung

Das Kind ist nur mit einem Hemdchen bekleidet und liegt auf einer speziellen Lagerungshilfe auf einem Behandlungstisch. Beide Hüften werden nacheinander sonografisch untersucht ("geschallt"). Der Arzt gibt ein leicht angewärmtes spezielles Untersuchungsgel (Ultraschallgel) großflächig seitlich auf Oberschenkel und Becken. Durch dieses Gel lässt sich der Schallkopf ohne Reibung leicht auf der Haut des Säuglings bewegen. Die bildliche Darstellung der Hüfte auf dem Monitor des Ultraschallgerätes wird durch das Gel verbessert, das nach der Untersuchung problemlos wieder abgewischt werden kann. Die Eltern sind während der gesamten Untersuchung bei ihrem Kind. Diese Ultraschalluntersuchung erfolgt völlig schmerzlos und ohne jegliche Strahlenbelastung!

» Weitere Informationen über die Hüftdysplasie finden sie unter www.kinderhueftdysplasie.de.

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