Schulter-TEP (-Total-Endoprothese)

Künstliches Schultergelenk, Schulterprothese

Im Rahmen der schmerzhaften Zerstörung des Schultergelenks durch Arthrose (Gelenkverschleiß), bei rheumatoider Arthritis, bei Durchblutungsstörungen des Oberarmkopfes (Oberarmkopfnekrose), bei Oberarmkopffrakturen, die in Fehlstellung verheilt sind, oder bei Trümmerbrüchen kann es zu einem Verlust des Gelenkknorpels bzw. der gesamten Gelenkfläche mit erheblichen Verformungen des gesamten Schultergelenkes kommen. Infolgedessen kommt es auch zu einer Rückbildung der Muskulatur und somit zu einer fortschreitenden Einsteifung des Schultergelenkes.

Zu Beginn der Erkrankung tritt eine schmerzhafte Verschlechterung der Beweglichkeit des Schultergelenkes ein. Zunächst bestehen Schmerzen bei Drehbewegungen und beim Anheben oder Abspreizen des Armes ab 90°, später sind sämtliche Bewegungen schmerzhaft. Frühzeitig kommen auch nächtliche Schmerzen und Ruhebeschwerden hinzu.

Die orthopädische Untersuchung gibt erste Hinweise auf das Vorhandensein der Schultergelenksarthrose. Eine weiterführende Diagnostik mit bildgebenden Verfahren wie digitales Röntgen und Kernspintomografie gibt Aufschluss über das Ausmaß der Zerstörung des Gelenkknorpels.

Das Alter des Patienten, die Beschwerdesymptomatik, der Funktionsverlust und das Ausmaß des Knorpelschadens entscheiden darüber, ob und wann eine Implantation eines künstlichen Schultergelenkes sinnvoll ist oder ob gegebenenfalls auch andere Verfahren einzusetzen sind.

Konservative Therapie

In der frühen Phase der Erkrankung werden konservative Behandlungsmethoden eingesetzt, um ein rasches Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Selbstständige Bewegungs-, Dehnungs- und Muskelaufbauübungen, unterstützt durch physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen und schmerzlindernde Gelenkinjektionen mit entzündungshemmenden Substanzen, können die Symptome auf ein erträgliches Niveau reduzieren.

Schulterprothese

Schulter TEP

Sollte die Gelenkfläche des Schultergelenks bereits so weit zerstört sein, dass mit konservativen Methoden keine Besserung erzielt werden kann, ist es heute möglich, die Gelenkflächen von Oberarmkopf und Schulterpfanne durch Prothesen aus Titan und Polyethylen zu ersetzen. Welche Prothese eingesetzt wird, ist von den individuellen Gegebenheiten und den Anforderungen an die Prothese abhängig.

Da nach dieser Operation einige Tage Krankenhausaufenthalt notwendig sind, führen wir diese Operation in der orthopädischen Hauptabteilung im Krankenhaus in Oberstdorf durch.

Bei der Implantation einer Schulter-TEP wählen wir – sofern möglich – eine minimalinvasive Operationstechnik, um das umliegende Gewebe, insbesondere Muskeln und Sehnen, zu schonen und möglichst viel Knochensubstanz zu erhalten. Bei der Operation wird über einen etwa 10 cm langen vorderen Hautschnitt das Schultergelenk freigelegt und der zerstörte Teil des Oberarmkopfes entfernt. Ist nur der Oberarmkopf betroffen, kann als kleinster Eingriff ein Metallüberzug die Form des Gelenkes wiederherstellen (CUP-Prothese). Bei stärkerer Verformung wird der Oberarmkopf durch eine Metallprothese über einen Prothesenschaft mit Knochenzement im Oberarmknochen fixiert. Bei gleichzeitiger Schädigung der Gelenkpfanne wird die Gelenkfläche mit einem Kunststoffüberzug wiederhergestellt.

Der Krankenhausaufenthalt dauert ca. 12 Tage. Während des Krankenhausaufenthaltes wird der Arm auf einem Abspreizkissen gelagert und Sie erhalten täglich physiotherapeutische Übungsbehandlungen unter Anleitung. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wird die physiotherapeutische Behandlung ambulant oder im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung (AHB) fortgeführt, bis die bestmögliche Gelenkfunktion erreicht ist. Die Übungsbehandlungen müssen auch nach der AHB für eine längere Zeit fortgesetzt werden.

Anfahrt

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Oberallgäu
Oberstdorfer Str. 3a
D-87527 Sonthofen im Allgäu

Der Beschilderung Krankenhaus folgen und dort "Praxen West" und MVZ OA.

Mit dem Stadtbus Linie 2 bis direkt vor das MVZ Oberallgäu.

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Fax +49(0)8321/78097749
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