Krallenzehe und Hammerzehe

Definition

Der Hammerzeh, in seiner stärkeren Ausprägung auch Krallenzeh genannt, bezeichnet eine Fehlstellung, von der die Zehen II–V betroffen sein können. Kennzeichnend ist das Missverhältnis zwischen der Länge der Zehenknöchelchen und des darum herumliegenden Gewebes, bestehend aus Sehnen, Gelenkkapseln und Haut. Hieraus resultiert die zunehmende Entstellung der betroffenen Zehen mit der typischen Verbucklung des Zehenmittelgelenkes in Richtung Fußrücken. Auf Grund dieser Stellung kommt es zu immer wiederkehrenden schmerzhaften Entzündungen der Haut im Kontaktbereich zum Schuhwerk.

Das Tragen von hochhackigen Schuhen und auch ein bestehender Spreizfuß begünstigen die Entstehung eines Hammerzehs. Auch neurologische (z. B. Schlaganfall mit einseitiger Lähmung) oder muskuläre Grunderkrankungen können die Entstehung von Hammerzehen zur Folge haben.

Je nach Grad der Beweglichkeit werden verschiedene Typen von Hammerzehen unterschieden:

Im Anfangsstadium kann der Hammerzeh noch per Hand in die gestreckte Stellung zurückgebogen werden, man spricht vom weichen oder flexiblen Hammerzeh.

Ein rigider oder fixierter Hammerzeh besteht, wenn der betroffene Zeh – infolge einer Schrumpfung der weichen Strukturen um das Zehenskelett – nicht mehr in die ursprüngliche Position zurückgeführt werden kann. Ein Hammerzeh ist vor allem im fortgeschrittenen fixierten Stadium sehr schmerzhaft und behindert den Betroffenen beim Gehen oft erheblich; außerdem besteht die Gefahr, dass die Druckstellen zu offenen Wunden führen, die sich infizieren können. Im Extremfall rutscht der Zeh aus dem Gelenk auf die Fußrückenseite (Zehengrundgelenk-Luxation).

Konservative Therapie von Krallenzehen bzw. Hammerzehen

Im Anfangsstadium, bei einem "weichen" Hammerzeh, können eine manuelle Therapie und Krankengymnastik, die auf eine Dehnung und Kräftigung der Sehnen abzielen, sowie orthopädische Hilfsmittel wie Spreizfußeinlagen, Abpolsterung der Druckstellen und/oder ein spezielles Schuhwerk hilfreich sein.

Operative Therapie

Insbesondere im fortgeschrittenen Stadium bei bereits fixierter Stellung des Zehs kann eine dauerhafte Beseitigung der Beschwerden meist nur durch eine Operation erreicht werden. Welche operative Methode im Einzelfall geeignet ist, ist angängig von der Form und Art des Hammerzehs bzw. davon, welche Zehengelenke von der Fehlstellung betroffen sind. Grundsätzlich kommen Techniken in Frage, durch die – z. B. mittels einer Durchtrennung der Sehnen, einer knöchernen Umstellung (Osteotomie), einer Versteifung der betroffenen Zehengelenke und/oder der Entfernung eines Teils des Zehenknochens – eine dauerhafte Reposition der betroffenen Zehen herbeigeführt wird.

Nachbehandlung

Meist wird der Zeh im Anschluss an die Operation für 2 Wochen mit einem speziellen Draht oder einem Pflasterverband in der physiologischen Stellung fixiert. Nach ca. 3 bis 4 Wochen kann der Fuß wieder voll belastet werden.

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