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Wirbelsäuleninjektionen

Periradikuläre Injektionstherapie (PRT)

Anhaltende oder ständig wiederkehrende Rückenschmerzen stellen für viele Menschen eine wesentliche Minderung ihrer Lebensqualität dar. Die Ursachen der Beschwerden sind vielfältig und beruhen zum überwiegenden Teil auf Fehlhaltungen bzw. Fehlbelastungen der Wirbelsäule. Dies führt zu Verschleißerscheinungen an den kleinen Wirbelgelenken sowie an den Bandscheiben. Dadurch werden wiederum Nerven gereizt, und zwar meist durch Druck. In der Folge kommt es zu einer Schwellung des Nervs, die sich vielfach deshalb nicht von allein zurückbilden kann, weil die Reizung fortbesteht. Für die Patienten machen sich diese Vorgänge durch Schmerzen im Rücken- oder Leistenbereich oder sogar im Bereich der Arme oder Beine bemerkbar. Auch ein Taubheitsgefühl im Bereich der Extremitäten ist möglich. Die von uns angebotene Behandlung ist die so genannte "Periradikuläre (Injektions-)Therapie" (PRT). Sie besteht darin, dass ein Medikament unter Sichtkontrolle genau an den Ort appliziert wird, an dem der Nerv gereizt ist. Das Medikament bewirkt ein Abschwellen des Nervs.

Wirbelsäule Injektion PRT

Durchführung der PRT

Die Behandlung selbst wird ambulant unter Sichtkontrolle eines Bildwandlers durchgeführt. Hierbei schieben wir eine dünne Nadel schrittweise an die Wirbelsäule zu dem betroffenen Nervenbereich vor. Die korrekte Lage der Nadel überprüfen wir anhand des Durchleuchtungsbildes. Anschließend injizieren wir ein lokal wirkendes Medikament, meist ein örtliches Betäubungsmittel, in Kombination mit einem Cortisonpräparat. Die Behandlung erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 10 Minuten. In den meisten Fällen verspürt der Patient bereits innerhalb von drei Tagen nach der ersten Behandlung eine deutliche Linderung. Im Interesse einer nachhaltigen Beseitigung des Reizzustandes sollte die Behandlung wiederholt werden. Anhand des Therapieerfolges wird dann entschieden, ob weitere Injektionen erforderlich sind. In seltenen Fällen können bis zu fünf Wiederholungsbehandlungen angezeigt sein.

Komplikationen sind bei dieser Behandlung sehr selten. Gelegentlich kann es zu einem kleinen Bluterguss im Bereich des Nadeleinstichs, zu Nebenwirkungen durch das injizierte Cortisonpräparat, kurzzeitigen Gefühlsstörungen und Schwäche in einem Bein oder zu Kopfschmerzen durch ein so genanntes Nervenwasserverlustsyndrom kommen.



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